Die Projekte "Wilhelm-Leuschner-Platz" und "Markthallenviertel" sind im Bebauungsplan Nr. 392 "Wilhelm-Leuschner-Platz / Ost" der Stadt Leipzig geregelt. Bei Luftangriffen im Dezember 1943 wurde das ehemalige Markthallenviertel fast komplett zerstört, bis auf wenige Bauten, wie die Markthalle und das Panorama. Über 70 Jahre hat das Viertel und der Platz keine Bebauung mehr erlebt. Lediglich der Bowlingtreff, der auf dem Unterwerk Roßplatz errichtet wurde, und ein provisorisches Parkhaus. Der Platz und das Viertel sollten Anfang der 1990er Jahre neu auferstehen und dazu lud die Stadt Leipzig zu Workshops ein. Auch in den folgenden Jahren gab es diese. 2010 kam die Idee des Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmals dazu. In Ideenwerkstätten wurden Bürger und Planer einbezogen. 2013 wurde unter dem Platz eine S-Bahn-Station des City-Tunnels in Betrieb genommen und mittlerweile finden auch große Veranstaltungen wieder auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz statt. Doch ein Weiterkommen ist nicht in Sicht, um eine der letzten innerstädtischen Brachflächen endlich ein neues Leben zu geben.

Seite 1 _ Geschichte
Seite 2 _ Planungen
Seite 3 _ Bürgerbeteiligung
Seite 4 _ Status / Fertigstellung

     
    Objektbeschreibung:
- Das Projekt befindet sich im Ortsteil Zentrum-Süd und am Promenadenring mit Eingang zur Innenstadt.
- Im Norden verläuft der Martin-Luther-Ring, im Osten die Grünewaldstraße, im Süden die Windmühlenstraße und im Westen der Wilhelm-Leuschner-Platz (Straßenname).
- In Nachbarschaft stehen die 2015 eingeweihte Propsteikirche St. Trinitatis, das 1905 eröffnete Neue Rathaus, die Deutsche Bank und der Promenadenring, das Ring-Café und Wohnhäuser im sozialistischen Baustil.
- Im Pendant zur Petersstraße (Eingang Innenstadt) steht an der Windmühlenstraße die Stadtbibliothek.
- Drei Haltestellen (Wilhelm-Leuschner-Platz, Roßplatz und Härtelstraße) der Leipziger Verkehrsbetriebe mit insgesamt sieben Tramlinien bedienen die Fläche. Südlich befindet sich zudem eine Wendeschleife. Unter dem Wilhelm-Leuschner-Platz befindet sich die gleichnamige City-Tunnel-Station der Deutschen Bahn mit sechs S-Bahn-Linien.
- Heute stehen auf der Fläche das ehemalige Unterwerk Roßplatz mit dem Bowlingtreff, der 1996 geschlossen wurde, und ein Funktionsbau.
- Der Südzugang zur S-Bahn-Station erhielt ein geschlossenes Bauwerk mit Glasbausteinen.
- Die Originalplatzfläche bekam vor der Genehmigung für Großveranstaltungen östlich eine Einfassung mit Bordsteinen und Baumreihen.

Projektzeitraum:
- 1991 bis heute

Projektbeteiligte:
- Stadtplanungsamt, Stadt Leipzig (Bauherr)
- Leipziger Stadtbau AG (Bauherr Markthalle)
- eine Reihe von Baufirmen und Projektentwicklern

     
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