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    Bürgerbeteiligung:
Als die Stadt Leipzig im Jahr 2010 ihren Bebauungsplan Nr. 392 "Wilhelm-Leuschner-Platz/Ost" veröffentlicht hat, stimmte man sich bei vielen Initiativen auf rotes Licht ein. Denn die Stadt sah vor, nicht nach den historischen Grundrissen zu bauen, sondern den Platz nach Osten zum Bowlingtreff zu vergrößern. Weiterhin blieben drei Baukörper entlang der Grünewaldstraße, darunter für die Markthalle.

Ausgang: Städtebauwerkstatt 2010:
Das Stadtplanungsamt der Stadt Leipzig führte eine Städtebauwerkstatt im Jahr 2010 durch, in der mehrere Planungsbüros eingeladen waren und ihre Entwürfe für die zukünftige Gestaltung vorgestellt haben. Als bester Entwurf gingen die Herren Prof.
Pelčák (Brünn) und Prof. Wolf (Leipzig) hervor, die einen größeren Platz vorsahen. Statt dem historischen Oval bzw. heutigem Rechteck, solle es ein Dreieck werden. Daneben werden drei große Baukörper errichtet, in der Mitte die Markthalle. Am 18. Mai 2010 fasste die Ratsversammlung den Aufstellungsbeschluss für den B-Plan Nr. 392 "Wilhelm-Leuschner-Platz/Ost". Damit sollte die Stadtverwaltung nun einen Bebauungsplan erstellen. Im Herbst 2010 und 2012 lud die Stadt Leipzig zu einem Bürgerforum mit Ausstellung der Workshopentwürfe ein und diskutierte diese mit den Bürgern.

Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal:
Der Wilhelm-Leuschner-Platz wurde Favorit für das Leipziger Freiheits- und Einheitsdenkmal, dass zum 25. Jahrestag der Friedlichen Revolution im Jahr 2014 eingeweiht werden sollte. Dazu fand im Jahr 2011 eine Jugend- und Expertenwerkstatt statt, die sich mit der Thematik "Friedliche Revolution" und der Standortfrage auseinandersetzte. Beim ausgeschriebenen Wettbewerb war die Platzgröße offen, orientierten sich nahezu alle Architekten und Künstler doch an das geplante Dreieck. Es war ein offener Wettbewerb, an dem jeder teilnehmen konnte, wenn er Architekt oder Künstler ist.

Beteiligung des bürgerschaftlichen Engagements:
Das "Stadtforum Leipzig - für behutsamen Stadtumbau" erarbeitete 2011 eine Alternative zum B-Plan der Stadt Leipzig, mit der man sogar 2,5 Millionen Euro einsparen könne. Sie sehen eine Bebauung nach möglichst historischen Grundrissen vor. Dazu rief sie gemeinsam mit weiteren Partnern (BDA - Bund Deutscher Architekten - Landesverband Sachsen, BDB - Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V., Bezirksgruppe Leipzig SRL - Vereinigung für Stadt-, Raum- und Landesplanung) das Kolloquium "Stadtraum Leuschnerplatz - Wie bitte?" ins Leben, das am 22. März 2014 stattfand. Darauf folgte im November 2014 ein Workshop zur Erarbeitung alternativer Pläne zur Bebauung des Areals, die sich nach den historischen Grundrissen bis 1944 orientierten. Diese hat die Stadtverwaltung der Ratsversammlung auch weitergereicht. In den kommenden Jahren folgten weitere Werkstätten und Erarbeitungen der Initiativen. Die Brauerei Sternburg machte sich im Frühjahr 2014 mit einem Ideenpool aufmerksam, was auf dem Stadtplatz entstehen könnte – im Herbst meldete sich die FDP-Fraktion und schlug wieder einen Parkplatz vor, darauf antwortete die Grünen-Fraktion, dass sie lieber einen Spielplatz mit Parkanlage hätte. Nicht jeder ist für eine Bebauung des Areals, viele sehen auch eine Grünfläche vor.

     
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