Seite 1 _ Geschichte
Seite 2 _ Planungen
Seite 3 _ Bürgerbeteiligung
Seite 4 _ Status / Fertigstellung
     
   

Aufgezeichnet ist nicht der komplette Planungsprozess.

Damit der Lindenauer Hafen seine Funktion erhält, zumindest für den touristischen Bootsverkehr, muss er ans Leipziger Wasserstraßennetz angeschlossen werden. So fanden in den Jahren 2012 und 2013 zwei Spatenstiche für den 665 Meter langen Durchstich statt, die unmittelbar einen Baubeginn zeigen sollten. Soweit war es dann im Jahr 2013, als es mit den Bauarbeiten richtig los ging. Am 29.01.2015 wurde die neue Gewässerverbindung zwischen Karl-Heine-Kanal und Lindenauer Hafen geflutet und am 02.07.2015 fand die große Einweihungsfeier statt und damit ist Deutschlands einziger Hafen ohne Wasseranbindung endlich ans Wasserstraßennetz angeschlossen.

Olympisches Dorf:
Im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 2012 sahen die Planungen vor, auf dem Areal des ehemaligen Industriehafens das Olympische Dorf zu errichten. Zudem mit der fehlenden Gewässerverbindung. Die Speicher blieben erhalten. Es gab verschiedene Entwürfe, wie das Dorf und die Arealgestaltung hätten aussehen können. Die Stadt Leipzig schaffte es zwar in die engere Auswahl, scheiterte aber ein Jahr später und London erhielt den Zuschlag für die Ausrichtung. Damit war auch die Idee eines Olympischen Dorfes geplatzt, das später zu Wohnungen und Kultureinrichtungen umgebaut worden wäre.

Der Lindenauer Hafen als Transithafen:
Geplant ist es, den Lindenauer Hafen zu einem Transithafen für die über das europäische Wasserstraßennetz ankommenden Boote zu entwickeln. Danach muss auf kleinere Boote umgestiegen werden, aufgrund des geringen Tiefgangs in den Leipziger Gewässern. So sollen die Speicher zu Hotels und Gastronomie umgebaut werden und ein Bootshaus mit Service und Werkstatt eröffnen. An der Kaimauer entstehen Stegs für 200 Boote und Schiffe. Ein Speicher soll als Gewerbebetrieb bleiben, so dass ein Hafenflair bleibt. Südlich der Speicher entwickelt sich seit 2014 ein neues Stadtquartier, so wurde eine Erschließungsstraße angelegt und der Bau von mehrere Mehrfamilienhäusern errichtet. Die Museumsfeldbahn, die als Kiesbahn beim Bau von Kanal und Hafen (1856 bis 1943, bis 1991 für den Kiesabbau in den Schönauer Lachen) unterstützte, wird bis zur Luisenbrücke (Lützner Straße) erweitert und um zwei Haltepunkte ergänzt. Im dortigen Museumsbahnhof kann man sich über die Geschichte der Kiesbahn und des Kanal- und Hafenbaus informieren.

Ein neues Stadtquartier:
Die
Leipziger Entwicklungs- und Sanierungsgesellschaft mbH (LESG), eine Tochter der Stadt Leipzig, ist für die Vermarktung von 40.000 m² Fläche und 500 geplanten Wohnungen verantwortlich. Entstehen soll ein Mix aus Wohnen, Gewerbe, Bildung und Freizeit. Sowohl Eigentums- als auch Mietwohnungen, Mehrfamilienhäuser wie Stadthäuser und Stadtvillen. Eine Kindertagesstätte und Kleingärten folgen dem. Die Ausschreibung des ersten Abschnitts erfolgte 2013 mit sechs Grundstückslosen – Lose 1, 2, 3, 4, 5, 6a, 6b, 6c, 6d. Die Ausschreibung des zweiten Abschnitts mit drei weiteren Grundstückslosen erfolgte Ende 2015 – Lose 7a, 7b, 8, 9. Alle Lose sind inzwischen verkauft.

- Los 1: ImmoSubstanz Lindenau Drei GmbH & Co. KG
- Los 2: Otto Heil Immobilien Lindenauer Hafen Leipzig GmbH & Co. KG
- Los 3:
Eyemaxx Lifestyle Development 6 GmbH & Co. KG /
  SachsenInvest Real Estate GmbH & Co. KG
- Los 4: Eyemaxx Lifestyle Development 7 GmbH & Co. KG /
  SachsenInvest Real Estate GmbH & Co. KG
- Los 5: TOK ProjektBau GmbH / WINCON Immobilien GmbH
- Lose 6a bis 6c: 19 von 20 Stadthäuser an private Bauherren verkauft
- Los 6d:
Central Life Leipzig GmbH
- Los 7a: Deutsche Wohnen Construction and Facilities GmbH
- Los 7b: für Baugruppe verbindlich reserviert
- Los 8:
LiHa-B8 GmbH & Co. KG
- Los 9: THAMM & PARTNER GmbH

Im Einzelnen deren Bauvorhaben:
- Los 1: Projektname: Hafentor Quartier, 6 Wohnhäuser, 89 Wohnungen, 89 Tiefgaragenstellplätze, 1 bis 5 Zimmer
- Los 2: Projektname: Wohnpark Aqua Lindha, 66 Wohnungen, 1 Gewerbe, 67 Tiefgaragenstellplätze
- Los 3:

- Los 4:
- Los 5: 1 Haus, 26 Eigentumswohnungen, 1 Gewerbe, 2 bis 4 Zimmer
- Lose 6a bis 6c: 19 von 20 Stadthäuser an private Bauherren verkauft
- Los 6d:
1 Mehrfamilienhaus, 23 Wohnungen, 2 bis 5 Zimmer
- Los 7a:
- Los 7b:
- Los 8:
Projektname: Lido Leipzig, 4 Häuser, 80 Mietwohnungen, 62 Tiefgaragenstellplätze
- Los 9: 2 Häuser, 50 Eigentumswohnungen, 1 Gewerbe, 2 bis 4,5 Zimmer

2014 wurde bereits die Erschließungsstraße fertiggestellt – abzweigend von der Plautstraße. Hier wurden auch zwei BUS-Haltestellen integriert und eine Wendestelle in Höhe Luisenbrücke errichtet. Verlängert werden soll die Linie 60 von ihrer derzeitigen Endhaltestelle Lindenau, Dr.-Hermann-Duncker-Straße um zwei Haltestellen.

     
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