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    Neuer Eigentümer will Shoppingcenter bauen:
Im Herbst 2002 führte die mfi (Management für Immobilien) aus Essen erste Gespräche mit der Stadt Leipzig zum Bau eines Shoppingcenters auf diesem Areal. Die Stadtverwaltung stellte im April 2003 einen Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan auf, der eine Einzelhandelsverkaufsfläche von 25.000 m² vorsah. Das Grundstück (20.500 m²) gehörte der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH (LWB), einem Tochterunternehmen der Stadt Leipzig. Schließlich erhielt die mfi im Dezember 2006 den Zuschlag gegen drei weitere Bewerber. Bereits im November hatte sie die Blechbüchse (11.500 m² Verkaufsfläche) erworben. Die Stadt Leipzig erarbeite zusammen mit dem neuen Eigentümer einen neuen Bebauungsplan, der für beide Grundstücke nun eine Verkaufsfläche bis zu 27.500 m² vorsah, und vom Leipziger Stadtrat im August 2009 beschlossen wurde – dieser hatte sich zuvor umfangreiche Beteiligungsrechte am Projekt gesichert. Die Einzelhändler hatten jedoch ein Problem mit der großen Verkaufsfläche und glaubten an Einbußen für ihre Geschäfte. In der Entwicklung des Bebauungskonzepts, legte die Stadt Leipzig Richtlinien fest. So sollte die Vorkriegsbebauung mit ihren Höfen und Passagen im neuen Shoppingcenter eine Erwähnung finden. Auch die Namensgebung und Gestaltung waren davon betroffen. Es sollte jedoch keine Rekonstruktion von einzelnen Gebäuden erfolgen, außer der Blechbüchse, deren Fassade und Form erhalten bleiben muss. Außerdem muss der Wohnanteil mindestens 20 Prozent betragen. Mit der Zeit entschied man sich für den Namen „Höfe am Brühl“ – erstmals weichte die mfi von ihren „Arcarden“ ab. Somit gab es keine „Brühl Arcarden“, leicht verwechselbar mit den unmittelbar um die Ecke gelegenen „Brühl Arkarden“.

Architekturwettbewerb:
Im Sommer 2007 fand ein europaweiter Architekturwettbewerb für das neue Shoppingcenter statt, dass die Stadt Leipzig und mfi AG gemeinsam ausschrieben. Hieran beteiligten sind rund 31 Architekturbüros. Am 01.09.2007 fand die Jurysitzung statt und der Entwurf der Berliner Architekten Grüntuch Ernst gewann. Diese musste in der Fassadengestaltung jedoch überarbeitet werden und weicht vom Ursprung ab.

Baubeginn und Eröffnung:
Bereits im Herbst 2008 sollte Baubeginn und im Herbst 2010 Eröffnung sein. Auf Grund der damaligen Finanzkrise sei die Bank abgesprungen. Dann habe man zwei neue Banken gefunden und mit dem Baustart wurde 2010 begonnen. Zwei Jahre später als geplant, wurden am 25.09.2012 die "Höfe Am Brühl" eröffnet.

Gestaltungskonzept:
Das Gestaltungskonzept für die „Höfe am Brühl“ sieht folgende Auflagen vor: vier Höfe, die durch Gassen (Passagen) miteinander verbunden werden. Die Höfe heißen: Drey-Schwanen-Hof, Schönkopfscher Hof, Plauenscher Hof und Lattermanns Hof. Die Plauensche Straße, die sich zwischen Richard-Wagner-Straße und Brühl, in Höhe Katharinenstraße, befindet, darf nicht überbaut werden und wird als öffentliche Fußgängerstraße wiederhergestellt. Die im Erdgeschoss liegenden Läden erhalten teilweise einen Zugang von der Straße. Dazu kommen acht Eingänge zu den Gassen und 17 Eingänge zu den einzelnen Händlern. Es werden zwei Gebäudehälften errichtet, die durch eine geschlossene Fußgängerbrücke erreichbar sind, oberhalb befinden sich zwei Parkgeschosse, die durch zwei offene Autobrücken verbunden sind.

Nutzungskonzept:
Das Nutzungskonzept sieht auf 27.500 m² Verkaufsfläche 105 Fachläden und 25 Gastronomie- und Dienstleistungsgeschäfte vor. Kleine und mittlere Läden sollen mit teurem Angebot dominieren. Die Blechbüchse wird überwiegend durch großflächige Geschäfte genutzt, die sich auch am anderen Ende des Gebäudes ansiedeln. Im 2. und 3. Obergeschoss werden 820 Parkplätze und im 4. Obergeschoss 31 Wohnungen vorhanden sein.

     
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