Seite 1 _ Geschichte
Seite 2 _ Planungen
Seite 3 _ Bürgerbeteiligung
Seite 4 _ Status / Fertigstellung
     
    Am Rande der nördlichen Innenstadt steht heute eines der größten Shoppingcenter der Stadt. Mit ihrem Namen "Höfe Am Brühl" deuten sie auf die einstige Bebauung auf dieser Fläche hin. Bis zum Zweiten Weltkrieg befanden sich hier 52 Grundstücke, die von Wohnhäusern und Gasthöfen bebaut waren. Dazu zählen unter anderem der Plauensche Hof und Lattermanns Hof, die namentlich im Neubau wieder erscheinen. In Höhe Katharinenstraße befand sich die Plauensche Straße. Während Luftangriffen im Jahr 1943 wurde ein Großteil der Bebauung zerstört, nur wenige Häuser blieben verschont. Auch das "Kaufhaus am Brühl" gehörte dazu, das 1908 und 1915 errichtet wurde. Die DDR haben sie aber bis auf das Kaufhaus nicht überlebt. 1967 und 1968 wurden auf dem Areal drei große Wohnscheiben in Plattenbauweise errichtet. Da die Sandsteinfassade des Kaufhauses stark beschädigt war, erhielt sie 1968 vom Leipziger Metallkünstler Harry Müller eine Aluminiumfassade. Damit entstand im Volksmund der Spitzname Bemmbüchse bzw. Blechbüchse. An dem Kaufhaus wurde im selben Jahr ein weiterer Neubau errichtet, der als Verwaltungs- und Lagergebäude diente. Hier hatten die Lieferwagen im Hof sogar eine Drehscheibe zum wenden. Dieses Gebäude erhielt rote Brüstungen, während die drei anderen blaue erhielten. Dazwischen errichtete man Flachbauten für Einzelhandel. Nach 1946 gehörten das Kaufhaus der Konsumgenossenschaft und 1965 dem Konsument. 1968 wurde es mit 11.500 m² Verkaufsfläche als größtes Warenhaus der DDR benannt. Nach 1990 gehörte das Kaufhaus der Horten AG und ab 2001 Karstadt. Im November 2006 erwarb es die mfi aus Essen. Die Wohnscheiben gehörten der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH, einer Tochter der Stadt Leipzig, die das Gelände der mfi (management für immobilien mbH) verkaufte.
     
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