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    Geschichte:
1995 erfuhr der Platz eine neue Gestaltung, auf dem mit dunkelgrauem Granit die Grundmauern der ehemaligen Pleißenburg dargestellt sind. Darunter befindet sich eine Tiefgarage. Auf östlicher Seite steht das Shoppingcenter „Petersbogen“, dessen Bau jedoch unvollendet ist. Die Fläche zwischen Petersstraße und Burgplatz war nach dem Zweiten Weltkrieg eine Brachfläche, die zuletzt als Parkplatz diente. Das Leipziger Büro HPP Architekten entwarf für alle Grundstückseigentümer das Konzept „Burgplatz-Passagen“, um die Baulücke endlich zu schließen. Dazu erarbeitete die Stadtverwaltung den Bebauungsplan Nr. 45 „Burgplatz, Burgstraße, Schloßgasse“, den die Ratsversammlung im November 1994 beschloss. Zunächst wurde die Tiefgarage unter dem Burgplatz zwischen 1995 und 1999 errichtet, die für Kunden und Mitarbeiter des Shoppingcenters dient, aber auch für Besucher der Innenstadt. In den Jahren 1998 bis 2001 wurde dann der „Petersbogen“ errichtet. Er besitzt eine Passage zwischen Petersstraße und Burgstraße. Für den Ergänzungsbau des Centers mit Hotelnutzung blieb eine 2000 m² große Baugrube zurück. Bereits 1997 gab es dazu die Baugenehmigung, die jedoch 2000 endete.

Das Loch:
Versuche scheiterten in den folgenden Jahren, das Loch zu schließen. Der Grundstückseigentümer zuckte sich nicht. Deshalb fasste die Ratsversammlung am 29.02.2012 den Aufstellungsbeschluss für den B-Plan 45.7, damit der Eigentümer nun bauen soll, da er sonst das Loch verfüllen und einen Platz anlegen müsste. Schuld war der britische Projektentwickler amec, der kein Interesse hatte, die Fläche noch zu bebauen, geschweige denn, zu verfüllen. Sollte aber die Verfüllung kommen, ist kein Hochbau mehr möglich. Im Jahr 2014 meldete sich die Leipziger Stadtbau AG und wollte das Bauprojekt vollenden, an dem sich die Stadt Leipzig jedoch beteiligen müsse. Einmal mit der 15 Jahre langen Miete von Büros auf 2500 m² Fläche im ersten und zweiten Stockwerk sowie mit Geld. Laut Bild-Zeitung, bieten sie für eine monatliche Kaltmiete zwei Varianten an: Wenn die Stadt einmalig 1,7 Millionen Euro dazu gibt, kostet der m² nur 9,90 Euro, gibt sie aber nur 1,3 Millionen Euro dazu, kostet der m² dann 13,74 Euro. Aber die Stadt Leipzig lehnte ab, da sie die finanziellen Mittel nicht hat. Zuvor führte der mögliche Investor einen Workshop mit eingeladenen Architekturbüros durch. Zur weiteren Entwicklung der Entwürfe kam es aber nicht, da sich die Leipziger Stadtbau AG durch die Absage der Stadt Leipzig zurückzog. Über 20 Jahre gab es das sogenannte „Burgplatzloch“ nun schon.

Neuer Grundstückseigentümer:
Es wurden Pläne laut, dass es einen neuen Investor gäbe, der tatsächlich bauen möchte, so, wie es damals schon vorgesehen war: Einzelhandel, Gastronomie und Hotel. Im März 2017 erfolgte dann der Spatenstich durch die Petersbogen Burgplatz GmbH, die zum schweizerischen Familienunternehmen Even Capital gehört, und im Sommer selben Jahres erfolgte der Hochbau. Die Generalplanung übernimmt wieder HPP Architekten Leipzig. Bis Anfang 2019 soll der durch den Berliner Architekten Christoph Kohl entworfene Hotel- und Geschäftsneubau fertiggestellt sein. Es kommt eine weitere Tiefgarage mit 45 Stellplätzen dazu, dessen Ein- und Ausfahrt sich unter der sogenannten „Beamtenlaufbahn“ des Neuen Rathauses, die Verbindungsbrücke zwischen Stadthaus und Rathaus, befindet. Im Untergeschoss, Erdgeschoss und erstem Obergeschoss zieht Einzelhandel ein, davon sind im Erdgeschoss zwei große Flächen für Restaurants vorgesehen. Die Stockwerke darüber dienen für ein 4-Sterne-Hotel mit 196 Zimmern. Die Stadt Leipzig setzt die Bedingung, für markante Neubauprojekte in der Innenstadt einen Architekturwettbewerb durchzuführen. Hierbei wurden vier Büros eingeladen. Die erstplatzierte Fassade ist mit Naturstein und Verzierungen ausgebildet. Zudem nimmt sie mit Skulpturen die Leipziger Disputation von 1519 im Neuen Rathaus auf, der sich Martin Luther und Johannes Eck gegenüberstanden.

     
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