Seite 1 _ Geschichte
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    Schauanlage und Museumsbahn:
In der Zeit um 1978 kam die Idee, zwischen dem Bayerischen Bahnhof und der Technischen Messe (Alte Messe) einen historischen Pendelzug verkehren zulassen, der die Messegäste zu den Leipziger Frühjahrs- und Herbstmessen bringt, aber auch im Rahmen anderer Veranstaltungen.

Eisenbahnmuseum:
Schon in den 1990er Jahren beschäftige man sich mit der Frage, was aus dem ehemaligen Bahngelände südlich vom Bayerischen Bahnhof wird, wenn dann der "City-Tunnel Leipzig" in Betrieb ist. Bei Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg, 1943 und 1944, wurde ein Großteil des östlichen Flügels vom Portikus des Bayerischen Bahnhofs zerstört. Hier plante man, den Ostflügel zu rekonstruieren. Zwischen beiden Flügeln sollten die vier Gleise mit einem Glasdach überspannt werden und ein Eisenbahnmuseum Einzug halten. Letztmalig fuhren im Jahr 2001 Züge aus dem Bayerischen Bahnhof nach Altenburg und Zwickau. Die Drehscheibe vor dem Portikus war vor dem Umbau noch vorhanden. Die großen Dampfloks passten hier aber nicht mehr drauf, nur Größen wie die Saxonia.

Realisierungswettbewerb:
Die Deutsche Bahn als Grundstückseigentümer und die Stadt Leipzig riefen im Jahr 2010 gemeinsam zu einem Realisierungswettbewerb auf, der zwei Jahre lang vorbereitet wurde. Dabei ging es um die Erarbeitung einer städtebaulichen Konzeption und Freiraumplanung. An diesem Wettbewerb haben sich 90 Büros beworben, von denen 22 ausgelost und zusätzlich acht gesetzt wurden. Am 30. März 2011 entschieden sich die Auslober für das Berliner Architekturbüro Jörg Wessendorf Architekt und das Landschaftsarchitektur-Atelier Liodl. Man entschied sich für dessen Entwurf, da sie eine großzügige, offene und unterteilte Parklandschaft zeigen und die Baukörper an unterschiedlichen Flächen angeordnet sind. Wegebeziehungen werden geschaffen. Und die von der Stadt Leipzig gewünschte Nord-Süd-Verbindung wurde auch berücksichtigt. Denn vom Bayerischen Bahn soll künftig ein Weg zum Leipziger Neuseenland führen. Bis zu 3000 Wohnungen sollen entstehen. Ein Bebauungsplan wird hierfür nicht aufgestellt, da er nicht notwendig ist.

Der Projektentwickler Leipziger Stadtbau AG – vertreten als BBH Entwicklungs GmbH – hat ein Großteil der ehemaligen Bahnflächen gekauft und möchte dort in einer Großzahl Wohnhäuser errichten. Die Stadt Leipzig plane zu dem zwei Kindertagesstätten und zwei Schulen (Grundschule und Oberschule), die allesamt dringend benötigt werden. Im Herbst 2012 schloss sich eine Bürgerbeteiligung am Verfahren an und die Planungen mit den Preisträgern wurde überarbeitet, die Grundidee wurde aber beibehalten.

Als Ausgleich für das City-Tunnel Leipzig-Projekt wurden im Areal mehrere neue Bäume gepflanzt.

Neubau von Wohnhäusern und Bildungseinrichtungen:
Einen Großteil der ehemaligen Bahnanlagen erwarb im Jahr 2013 die BBH Entwicklungs GmbH, eine Tochter der Leipziger Stadtbau AG. Im Dezember 2016 wurden im Neuen Rathaus die eingereichten Entwürfe für den Abschnitt zwischen Bahntrog und Dösner Weg ausgestellt. Beteiligt haben sich am Werkstattverfahren fünf Büros, bei dem die Entwürfe des Berliner Büros Kaden + Lager zur Ausführung bestimmt wurden. Der Wohnriegel hat eine Länge von 240 Metern und wird mit Drei- bis Achtgeschossern ausgebildet, das höchste ist 24 Meter. Der Bauherr wollte nach Vertiefung und Überarbeitung der Entwürfe einen Bauantrag eineichen. Und 2017 sollte ein Spatenstich erfolgen.

Die Stadt Leipzig plant zudem auf der Fläche des ehemaligen Heizwerks, heute auch bekannt als Fabrik Gurken-Schumann, eine Kindertagesstätte mit 165 Plätzen. Südlich des Dösners Weg ist der Neubau von Oberschule und Gymnasium mit Turnhallen für 2000 Schüler vorgesehen. Die Flächen gehören jedoch der BBH Entwicklungs GmbH, die die Stadt Leipzig kaufen muss. Dafür liegen die Verträge seit Oktober 2014 aus, die die Stadtbau-Tochter aber noch nicht unterschrieben hat. Unweit befindet sich östlich vom Dösner Weg an der Tarostraße das Deutsch-Französische Bildungszentrum "Franz" mit dem Anton-Philipp-Reclam-Gymnasium und der Pablo-Neruda-Grundschule.

Perspektiven bis 2025:
Die Umgestaltung des Areals soll stückweise bis zum Jahr 2025 erfolgen und den Bedarf der Nachfrage angepasst werden.

     
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