Leipzig ist eine wachsende Stadt und zählte bereits nach der Wiedervereinigung Deutschlands mit Berlin zu den zwei am stärksten wachsenden Großstädte in Ostdeutschland. In den letzten Jahren kamen jährlich über 10.000 neue Einwohner dazu. Die Stadt Leipzig hatte im Jahr 2009 dazu das "Integrierte Stadtentwicklungskonzept (INSEK) 2020" ins Leben gerufen, das von 2015 bis 2017 fortgeschrieben wurde. Das Konzept "Leipzig 2020" soll im Jahr 2018 abgelöst und das Konzept "Leipzig 2030" beschlossen werden. Es fasst vielfältige Themenbereiche zusammen, die für die Stadt Leipzig wichtig sind, und erarbeitet daraus eine Zukunftsstrategie. Dabei erfolgt nicht nur eine fachübergreifende Arbeit innerhalb der Ämter der Stadtverwaltung, sondern auch die Beteiligung der Öffentlichkeit.

Laut der Stadt Leipzig wurde das Konzept aus folgenden Gründen fortgeschrieben:
- Was bedeutet es zum Beispiel für die Versorgung mit sozialer Infrastruktur, für die Mieten, für die Grün- und Freiräume oder auch für die vielen kreativen Projekte in der Stadt?
- Welche Stadträume sollen in Zukunft verstärkt beachtet werden?
- Wie kann nachhaltige Entwicklung stärker in der Stadtentwicklung verankert werden?
- Und wie können dabei neue, auch technische Lösungen in den Bereichen Klimaschutz, Energie, Mobilität, Verwaltung, Wirtschaft und Gesundheit aufgegriffen werden?

Zunächst begann die Stadt Leipzig im Jahr 2015 mit der Bilanzierungsphase. In den Jahren 2016 und 2017 erfolgte die Fortschreibung. Insgesamt 11 Fachkonzepte wurden erarbeitet, dessen Meetings monatlich in fach- und ämterübergreifenden Arbeitsgruppen stattfanden. Bis Herbst 2016 wurden erste inhaltliche und räumliche Grundaussagen erarbeitet. Die Ergebnisse aus den Fachkonzepten flossen in die fachübergreifende Gesamtstrategie ein. Schließlich wurde der Entwurf im August 2017 der Öffentlichkeit präsentiert. Bis Ende des folgenden Monats gab es die Möglichkeit, Anregungen zu formulieren. Diese werden geprüft und gegebenenfalls eingearbeitet. Im Frühjahr 2018 soll dann das "Integrierte Stadtentwicklungskonzept 2030" von der Ratsversammlung beschlossen werden.

Mit der Workshopreihe "Leipzig weiter denken" lud die Stadtverwaltung alle interessierten Bürger ein, sich an der Entwicklung ihrer Stadt zu beteiligen. Dazu fanden mehrere verschiedene Veranstaltungen statt.

Gestartet wurde am 05.04.2015 zum Thema "Leipzig - Heimat für alle? Herausforderungen für das Zusammenleben in unserer Stadt" mit einer Fachdiskussion über Integration und Weltoffenheit, Demokratiefeindlichkeit und aktuelle Radikalisierungstendenzen.
Weiter ging es am 20.06.2015 mit dem Thema "Leipzig wächst nachhaltig - Die mittelständische Wirtschaft wächst mit?!" für Unternehmen, Wirtschaftsverbände und Verwaltung. Schwerpunkt waren die aktuelle Wirtschaftsentwicklung und wie die innerstädtischen Gewerbegebiete weiterentwickelt werden könnten.
Am 15.08.2015 stand das Thema unter "Leipzig wächst nachhaltig - Wie kann die doppelte Innenentwicklung gelingen" mit der Strategie, die die angestrebte städtebauliche Nachverdichtung mit der weiteren Verbesserung der Umwelt- und Lebensbedingungen bindet.
Im Herbst 2016 diskutierte man über das Thema "Stadtraum - Was bedeuten die Herausforderungen konkret für unsere Stadträume? Wo liegen die unterschiedlichen Schwerpunkte in den einzelnen Räumen?" mit Vertretern der Stadtbezirksbeiräte, Ortschaftsräte, Bürger- und Heimatvereinen, der Wirtschaft und Stadtgesellschaft.
Erstmals ausgelegt wurde der Entwurf dann am 24.08.2017 im Neuen Rathaus. Vom 25.08. bis 02.12.2017 wurden die Entwürfe in einer Ausstellung in der Stadtbibliothek und in den Promenaden Hauptbahnhof gezeigt.

Seite 1 _ A STRATEGISCHES ZIEL
Seite 2 _ B STADTENTWICKLUNGSBILD
Seite 3 _ Status / Fertigstellung

     
    Der Entwurf ist auf der Website der Stadt Leipzig öffentlich einsehbar und umfasst 378 Seiten.

Projektbeteiligte:
- Dezernat Stadtentwicklung und Bau der Stadt Leipzig
. Stadtplanungsamt, Abteilung Stadtentwicklung, der Stadt Leipzig
- Büro Kaufmann, Leipzig
- Büro complan Kommunalberatung, Potsdam
- Bürger, Institutionen, Kammern und Unternehmen